Bürgerliste: eine Liste von Mülheimern - eine Liste für Mülheim

 

Mit diesen Zeilen wenden wir uns an alle, die seit Jahren mit der Entwicklung in Mülheim unzufrieden sind.

Mülheim ist 1914 als eine Stadt mit schönen Parks und Boulevards, wohlhabenden Bürgern und starken bürgerschaftlichen Institutionen in die Stadt Köln eingetreten.

 

Wie sieht es 100 Jahre später aus?

Nach hundert Jahren als Kölner Stadtteil ist Mülheim verarmt. Die Millionen Steuern, die die Stadt Köln aus den Mülheimer Industrien gezogen hat, wurden am Dom ausgegeben und verbaut. Heute steht dort ein Kulturtempel neben dem anderen, während in Mülheim der Mangel regiert.

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Nach Mülheim brachte Köln Lärm, Gestank und Armut. Die Straßen verdreckt, die Luft mit Feinstaub vergiftet, hohe Arbeitslosigkeit, geringe Bildungsabschlüsse, die Zuwanderer unzureichend integriert, wurde Mülheim von den Kölnern zum Elendsviertel heruntergewirtschaftet.

Schließlich waren die sozialen Daten in Mülheim so katastrophal geworden, dass sich die EU erbarmte und für Mülheim unter dem Namen »Mülheim 2020« ein Programm aufgelegt hat, welches unser Veedel mit 42 Millionen Euro Fördergelder wieder »an den städtischen Durchschnitt heranführen« sollte.

 

Das ist erkennbar nicht gelungen. Die meisten Projekte, wie die Entwicklung der Industriebrache alter Güterbahnhof oder der Rückbau des Clevischen

Ringes wurden gar nicht erst begonnen. Ebenso gestrichen wurden alle Projekte, die Arbeitsplätze für arbeitslose Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Obdachlose geschaffen hätten.

 

Die anderen Projekte im Sozial- Wirtschafts- und Bildungsbereich wurden solange verschleppt, bis nur noch zwei, teils nur noch ein Jahr an Laufzeit übrigblieben: zu kurz, um das angestrebte Ziel des Anschlusses an den städtischen Durchschnitt noch erreichen zu können.

Nun ist Mülheim in Not, denn am 1. Oktober 2014 ist das Programm definitiv zu Ende und mit den Millionen ist es vorbei.

 

Die Kölner Ratsparteien und ihre Vertreter haben versagt. Unsere gewählten Repräsentanten in Rat und in der Bezirksvertretung (BV) waren nicht in der Lage, die Umsetzung von MÜLHEIM 2020 zu gewährleisten. Während SPD und CDU die Umsetzung der Arbeits- und Entwicklungsprojekte gezielt hintertrieben, sahen Grüne und Linke hilflos zu.

 

Mülheim 2020 ist für die Köln- Parteien SPD, CDU, FDP, Grüne und Linke am 1. Oktober 2014 vorbei. Weiterführende Programme gibt es nicht. Vorstellungen, wie Mülheim entwickelt werden könnte, sind nicht vorhanden. Für die Köln- Parteien gilt: „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht“.

 

Mülheim muss in der BV und im Rat eine eigene Stimme haben, unabhängig von den Wünschen und Absichten der Ratsparteien, ihren Programmen und Absprachen. Deshalb gründen wir die Mülheimer Bürgerliste. Ihr Ziel ist es, Mülheimer für Mülheim in die Bezirksvertretung zu bringen und dadurch dem Veedel eine Stimme zu geben.

 

Die Köln-Parteien haben versagt - vertreten wir uns selbst! Machen Sie mit! Unterstützen Sie die Bürgerliste, kandidieren Sie für die einzige »Mülheim-Partei«! Bringen Sie Ihre Wünsche und Anregungen ein, kommen Sie zur nächsten Versammlung.